Virales App Marketing – Mit Social Media zur App Discovery

In unserem heute erschienenen Artikel „Growth Hacker – Auf der Suche nach dem Heiligen Gral“ zeigen wir Beispiele, wie Social Media Funktionen von Growth Hackern in Apps und andere Software-Produkte eingebaut werden. Doch warum finden wir Growth Hacker Taktiken besonders im App Marketing?

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Der Lifetime Value (LTV), also die durchschnittlichen Einnahmen für einen Nutzer, liegen bei vielen Apps oft nur im Cent-Bereich. Das „Einkaufen“ von Nutzern kostet oft mehr als die Nutzer einbringen. Und da die Kosten pro Kunde langfristig nicht die Einnahmen übersteigen können, müssen App-Unternehmen besonders kreativ bei der Gewinnung neuer Kunden sein. Außerdem gibt es nicht wie bei den Inhalten von Webseiten die Möglichkeit durch gutes SEO gefunden zu werden. Der App Store wird zunehmend von den großen Spielern der Branche dominiert und die App Discovery ist ein grundlegendes Problem – nicht nur für Indie-Developer.

Viral Coefficient

Facebook verbreitete sich anfängliche ohne Werbeausgaben, einfach durch Mund-zu-Mund-Propaganda von Universität zu Universität. Jeder neue Nutzer zog weitere Nutzer an. Damit lagen die User-Acquisition Costs bei 0 US-$. Auch Instagram konnte ein solches organisches Wachstum erreichen.

  • Der Viral Coefficient misst, wie viele neue Kunden ein Produkt benutzen als Konsequenz jedes neu angemeldeten Kunden.
  • Ziehen die Nutzer in einem festgelegten Intervall mehr als einen Nutzer an, so wächst die Nutzerzahl exponentiell.
  • Neben dem Viral Cofficient ist die Drehgeschwindigkeit (Cycle Time oder Viral Loop) entscheidend, denn wenn es zu lange dauert, bis sich die neuen User anmelden, gibt es zwar ein exponentielles Wachstum – allerdings nur im Schneckentempo.

Eric Ries Viral Coefficent
Bildquelle: LeanStartup von Eric Ries

 Um diese Effekte von Anbeginn in eine App zu integrieren gibt es zwei Optionen:

1. Marketing muss im Produkt verankert sein

Insbesondere das App Marketing zeigt den deutlichen Trend auf: virale Effekte werden zum integralen Bestandteil des Produkts. Nur wenn die Marketing-Mechaniken zum Nutzerwachstum schon bei der Entwicklung berücksichtig werden, hängt der Erfolg des Produkts nicht allein vom Werbebudget oder der Kreativität ab.

Die zentrale Frage lautet also:

Wie viele neue Downloads bekomme ich, durch jede neue verkaufte App und wie schnell passiert das?

Überwiegend werden Schnittstellen zu „Superplattformen“ wie Facebook, Google, Xing oder LinkedIn genutzt, um Inhalte aus dem Produkt heraus zu verbreiten (z.B. Flipboard). Außerdem lassen sich Freunde über die Weiterempfehlungs-Funktionen hinzufügen (z.B. Dropbox). In allen Fällen ist die virale Verbreitung ein Teil des Produkts. Zum Beispiel wird Dropbox meist von mindestens zwei Personen genutzt um Daten auszutauschen.

2. Der Content wird viral

Die andere Möglichkeit besteht darin, Inhalte zu erstellen, die virale Effekte auslösen und nachgelagert die Nutzerzahlen steigern. Als Paradebeispiel für ein Unternehmen, dass seinen Marketingkanal gefunden hat, kann seomoz betrachtet werden. Kaum ein SEO-Manager kommt um die zahlreichen Artikel des Software-Unternehmens herum. Der Seitenbesucher wird dabei auch immer wieder auf die Software- und Community-Angebote des Unternehmens aufmerksam gemacht. Zwar werden die Besucher der Seite nicht sofort zum Kunden, doch hat sich gezeigt, dass neue Kunden durchschnittlich sechs Mal auf dem Blog waren, bevor Sie einen Kauf tätigten. Das Unternehmen hat heute einen Umsatz von über 20 Millionen US-Dollar und ist -die- Anlaufstelle, wenn es um das Thema SEO geht.

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