Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

App-Baukasten – Eine App entwickeln ohne Programmierkenntnisse?

Heutzutage gibt es für fast Alles eine App: Zum Essen bestellen, Auto ausleihen, Zähne putzen oder um firmeninterne Prozesse zu erleichtern. Dies ist das Resultat aus der zunehmenden mobilen Nutzung unserer stark digital getriebenen Gesellschaft. Gerade deshalb steht inzwischen jedes Unternehmen vor der Herausforderung: Brauchen und wollen wir eine App? Und wenn ja, wie komplex soll die App werden? Demnach stellt sich die entscheidende Frage für den Projektleiter: Entwickeln wir In-House, lassen wir uns von externen Dienstleistern unterstützen? Oder helfen wir uns selbst mit den sogenannten App-Baukästen, mit denen man ohne jegliche Programmiergrundlagen eine App entwickeln kann?

App-Baukasten

Baukästen kennen wir aus dem Kindesalter. Viele von uns haben als Kleinkind mit Legos gespielt und aus den einzelnen Bauteilen ein Haus, Auto oder ein Schloss gebaut. Baukästen sind auch in der digitalen Welt nichts Neues. Es gibt beispielsweise Programme bezüglich der Websiteerstellung, wie Elementor, die vorgefertigte und -programmierte Bauteile anbieten, welche man per Drag-and-Drop nur noch zusammenfügen muss. Der App-Baukasten verfolgt dabei dasselbe Prinzip. Insbesondere verfolgen App-Baukästen den WYSIWYG-Richtsatz: “What you see is what you get”. Wir müssen also keinen komplizierten Code erstellen, welcher noch interpretiert werden muss und erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgegeben wird. Mit diesen Baukästen können einzelne Komponenten eingefügt werden, sodass das potentielle Endergebnis sofort sichtbar wird. Diese Komponenten bestehen aus vorgefertigten Codes, welche über die graphische Benutzeroberfläche für Sie verfügbar und daher verwendbar sind.

Die eigene App selbst entwickeln

Die Theorie der App-Baukästen hört sich grundsätzlich sehr simpel und anschaulich an. Ob das in der praktischen Umsetzung auch der Fall ist? Und welchen Haken hat das Ganze? Nun wollen wir das Wundertool mal unter die Lupe nehmen und herausfinden, was uns der App-Baukasten alles ermöglicht und wo er vielleicht an seine Grenzen stößt.

Die Vorteile des App-Generators

Der größte Vorteil bei der Anwendung von App-Baukästen ist, dass man keinerlei Kenntnisse in den einzelnen Programmiersprachen braucht. Das einzige, was wirklich benötigt wird, ist ein funktionsfähiger PC, mit dem jeweiligen Programm und schon kann das Bauen beginnen. Die einzelnen Bausteine können auf die Benutzeroberfläche der App direkt übertragen werden. So bekommt man unmittelbar eine Vorschau der eigenen App und kann daher gezielt die optische Gestaltung verbessern. Es gibt für bestimmte Branchen bereits Designvorlagen, an denen man sich orientieren kann. Das Erstellen einer App mit den Baukästen ist daher auch weniger zeitintensiv, als das tatsächliche Schreiben des Codes für die einzelnen Betriebssysteme.Man muss kein Mobile Developer von Beruf sein, um selbst eine App konstruieren zu können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man keine externen Dienstleister benötigt. Was wiederum geringere Kosten mit sich bringt. Je nach Anbieter variieren die Preise der einzelnen App-Baukasten Pakete. Trotzdem sind Sie preislich weit von dem entfernt, was Sie für einen externen Dienstleister in die Hand nehmen müssten. Mithilfe der Baukästen reicht es völlig aus, die eigenen Ressourcen und Kompetenzen aufzubringen, um eine App selbstständig zu erschaffen. Dazu kommt, dass man das firmeninterne Know-How auch nicht nach außen tragen muss.Wichtige Funktionen, wie z.B. das Senden von Push-Nachrichten, können auch mit den App-Baukästen integriert werden. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn es darum geht, dass der Nutzer immer wieder zur App zurückkehren soll. Mit den Notifications können Sie Ihre Nutzer über neue Funktionen oder Besonderheiten in Ihrer App informieren. So gelangen sie häufiger zu Ihrer App und beschäftigen sich damit, wodurch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sie Ihre App löschen.

Die besten App-Baukästen

Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen App-Baukästen. Im Grunde bieten alle dasselbe an, jedoch variieren die Angebote preislich und unterscheiden sich hinsichtlich bestimmten Funktionen. Um Ihnen die Suche etwas zu erleichtern, stellen wir Ihnen die Bekanntesten vor. Seit 8 Jahren ist AppYourself deutschlandweit der marktführende App-Baukasten. Vor allem bezüglich E-Commerce bietet AppYourself vielfältige Lösungen für einen In-App-Shop an. Dazu kann man ein Kassensystem integrieren, damit die Kunden, ohne die App zu verlassen, ihre Einkäufe bezahlen können. Die Integration von einem Messenger, Login für die Nutzer  oder die Anbindung von CMS, sind nur einige der Funktionen, die dieses Tool mit sich bringt.Swiftic ist vor allem ausgelegt auf kleinere Unternehmen, die ihr Business auf das nächste Level heben möchten. Mit einer App können Sie neue Kunden erreichen, mit E-Commerce durchstarten oder durch In-App-Gutscheine attraktiver wirken. Mithilfe der gegebenen Features können Sie Anpassungen vornehmen und Ihre App, getreu zu Ihrem Corporate Design, erstellen. Zusätzlich erhalten Sie ein vollständiges Set an Marketing Tools, mit denen Sie Ihre App an die Spitze der Stores bringen können.

Die Schwächen des App-Gestalters

Wo Licht ist, ist leider auch Schatten. Welche Schattenseite haben App-Baukästen und was bringt das Wundertool an seine Grenzen? Der App-Builder bietet zwar viele vorgefertigte Komponenten an, um seine eigene App zu gestalten, leider fehlt es dabei aber stark an Individualität. Da die Baukästen nach vorheriger Bezahlung für jeden frei zugänglich sind, kann jeder die Bestandteile in seine App einbauen. Die Vorlagen sind daher sehr standardisiert. Obwohl man Farben, Größen und Stile ändern kann, müssen Sie beim Arbeiten mit den Baukästen auf außerordentliche und markenspezifische Features verzichten. Wenn Sie mit Ihrer App aus der Menge stechen wollen, sind Sie mit den App Generatoren leider auf dem falschen Weg. Generell ist die Anzahl der Features und Funktionen limitiert. Sie sind an Ihren Anbieter gebunden und können keine spezifischen Wünsche äußern. Wenn Sie sich Ihren Provider auswählen, sollten Sie sich im Voraus bereits überlegen, welche Funktionen Ihnen wichtig sind und welche Sie gegebenenfalls dafür vernachlässigen müssen. Diese Abhängigkeit ist einer der größten Nachteile des App Creators. Oftmals weiß man zu Beginn der App-Entwicklung noch gar nicht, welche Faktoren schlussendlich wichtig sein könnten. Möchten Sie sich nicht einschränken und auch in Zukunft uneingeschränkte Änderungen vornehmen, sollten Sie sich an professionelle App-Entwickler wenden. Holt man sich den App Builder an die Hand, hat man leider keinen konkreten Ansprechpartner, der Ihnen bei Schwierigkeiten unter die Arme greift. Selbst nach dem App-Release können Bugs auftauchen oder man möchte die App für neuere Versionen optimieren. Sie können sich ausschließlich auf die vorhandenen Vorlagen berufen, um Ihre App zu verbessern.

Fazit zu den App-Baukästen

Wenn Sie ein kleines Unternehmen sind oder lediglich eine simple App entwickeln möchten, ohne großen Wert oder Fokus auf ein individuelles Design zu legen, treffen Sie mit dem App Creator die richtige Entscheidung. Sie sparen sich Geld und erhalten dafür eine einfach gestaltete, funktionierende App.Anders sieht es aus, wenn Sie sich von Ihrer Konkurrenz abgrenzen und aus der Menge hervorstechen möchten. Um den Wow-Effekt zu erzeugen, reichen die App-Baukästen in den seltensten Fällen aus. Sie sollten sich mit Experten zusammensetzen, um Ihre Idee erfolgreich umzusetzen.

Top Posts

WAS MACHT fluidmobile?

fluidmobile ist eine App-Agentur aus Karlsruhe, die sich auf die Entwicklung nativer Android und iOS Apps spezialisiert hat. Bei der Entwicklung liegt der Fokus auf einer nutzerfreundlichen Bedienoberfläche, wodurch Apps entstehen, die Nutzer lieben.

fluidmobile steht für apps, that users love.

Tamara Schwenk

Tamara Schwenk

Tamara ist bei uns als Praktikantin im Bereich Marketing und Kommunikation tätig. Das Verhalten der Konsumenten in Bezug auf die Medienentwicklung interessiert sie besonders. Auf unserem Blog schreibt sie über diese Themen und den spannenden Alltag bei fluidmobile.
Black Friday
Schnäppchen Apps für Deine mobilen Impulsivkäufe am Black Friday

Wenn die Schaufenster nur noch mit großen roten Rabattschildern verziert sind, vor den Einkaufsläden bereits gecampt wird und man aufpassen muss, nicht zertrampelt zu werden, weiß man, dass der Black Friday wieder um die Ecke schleicht. Da vor allem Technikprodukte zu Anlässen wie Black Friday oder Cyber Monday stark reduziert sind, möchten

Weiterlesen »
Google Chrome App
Das Ende der Google Chrome Apps

2013 haben die Google Chrome Apps das Licht der Welt erblickt. Bereits seit 2016 wird (?) das Einstellen der Chrome Apps im Browser angekündigt. Wieso kommt es schonnach drei Jahren zum Aus der Google Chrome Applikationen? – Gibt es bessere Alternativen oder eine grundlegende geringe Nachfrage? Nun sind wir im Jahr 2020

Weiterlesen »
Mobiles Bezahlen
Wie sicher ist mobiles Bezahlen per App wirklich?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie um Geld zu überweisen mit dem fertig ausgefüllten Überweisungsschein zur Bank gehen und dort abgeben, ist verschwindend gering. Die meisten von Ihnen werden Ihre Bankangelegenheiten online erledigen und ein Teil wird gar alles von dem Smartphone aus regeln. Nun kommt der neue Trend aus den USA rüber geschwappt,

Weiterlesen »
Scroll to Top