Checkliste App-Entwicklung

Höchste Zeit für Mobile, aber was gilt es bei der App-Entwicklung zu beachten?

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Mobile einen immer höheren Stellenwert sowohl in unserem Privat- als auch im Berufsleben einnimmt. Mobile bietet enormes Potential und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten und Chancen. Um im mobilen Markt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen viele Unternehmen auf Apps. Wann aber sollten Unternehmen entscheiden, sich für die mobile Zukunft zu rüsten?
Wir liefern neun Fragen, um festzustellen, ob auch Euer Unternehmen digitaler werden sollte.

„Mobil ist das neue Normal, das Smartphone ist das neue Internet.“
Sascha Lobo

1. Bringt die App-Idee einen Nutzen?

Jeder Prozess beginnt mit einer Idee. Dabei gilt es nicht nur eine Idee zu haben, sondern eine Idee zu entwickeln, die einen echten Mehrwert für die angestrebte Zielgruppe bietet. Kurz: Eine App ist ein Tool, um Unternehmensziele zu erreichen und Unternehmensprozesse mobil abzubilden – bevor die App aber als Zielerreichungstool eingesetzt werden kann, sollten die Ziele klar definiert sein. Schafft die App keinen zusätzlichen Nutzen und erfüllt somit auch keine wesentliche Unternehmensziele, empfehlen wir, von dieser Idee Abstand zu nehmen.

2. Wurde die Zielgruppe der App analysiert und definiert?

Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann ihre Bedürfnisse erfüllen. Zuerst gilt es deshalb grundlegende Fragen zu beantworten: Wer ist die angestrebte Zielgruppe? Welche Kanäle nutzt sie? Ist sie über Mobile zu erreichen? Welche Bedürfnisse hat sie? Befriedigt Eure Idee diese Bedürfnisse? Um die Zielgruppe noch besser zu verstehen und sie für alle im Projekt greifbar zu machen, sind Personas, die Vertreter der Zielgruppe, ein guter Weg. Sie liefern neben den einfachen demographischen Daten, ein noch genaueres und tiefgreifenderes Bild der Zielgruppe. Auf diese Weise können Bedürfnisse mit direkten Lösungen verknüpft werden.

3. Ist Mobile in Eurer Branche ein Thema?

Große Konzerne schaffen es, schnell auf den sich verändernden Markt zu reagieren. Kleineren oder mittelständischen Unternehmen fällt es häufig schwer, sich an die Schnelllebigkeit des mobilen Marktes anzupassen. Gerade für mittelständische Unternehmen bieten sich durch Mobile aber viele neue Möglichkeiten, Kunden zu binden, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln oder Prozesse effizienter zu gestalten. Best Cases der Branche können dabei Orientierung bieten und einen Überblick darüber verschaffen, was für Chancen und Herausforderungen in der eigenen Branche durch Mobile aufkommen.

4.  Sind die unterschiedlichen Plattformen und Technologien bekannt?

Knapp 85 % der Smartphone Besitzer verbringen ihre mobile Online-Zeit mit Apps. Android und iOS sind dabei die beiden meist verbreitesten Betriebssysteme – jede Plattform hat dabei individuelle Gegebenheiten, auf die es zu achten gilt. Unter Berücksichtigung der Zielgruppe, soll entschieden werden, welche Plattformen für Euch geeignet sind. Ob für das Unternehmen native, hybride oder Web-Apps der richtige Weg sind, hängt von vielen Faktoren wie dem Funktionsumfang, der Nutzungsumgebung und letztlich auch dem angestrebten Qualitätsempfinden der App ab. Vom Vorgehen her, kann es bei der nativen App-Entwicklung sinnvoll sein, erst einmal eine Plattform zu entwickeln, um Learnings zu gewinnen und dann die zweite (und vielleicht auch dritte) Plattform nachzuziehen.

5. Ist der Funktionsumfang der App bereits abgesteckt?

Apropos Funktionsumfang … Bei der Konzeption der App werden unzählige Feature-Ideen auftauchen. Es ist an dieser Stelle nicht ratsam, sofort alles implementieren zu wollen. Sinnvoller ist es, die Features in einer Liste (wir nennen sie Backlog) zu sammeln und anschließend zu priorisieren: Features für Version 1.0 (das Release), Features für Version 2.0 (die Weiterentwicklung) und Features für Version 3.0 (die Vision). In der Version 1.0 – Eurem MAP – sollten alle Features enthalten sein, die die grundlegendsten Anforderungen des Nutzers abdecken. Diese sollten so implementiert werden, dass die App für den Nutzer sofort den erstrebten Mehrwert bietet. Gemeinsam mit dem Nutzerfeedback kann die App dann weiterentwickelt werden. So ist das Backlog einem dynamischen Prozess ausgesetzt und kann sich fortlaufend ändern, um die App zu dem bestmöglichen mobilen Produkt für Eure Zielgruppe zu machen.

6. Habt Ihr ein Verständnis dafür, was ein UI-Design großartig macht?

Das Design für Mobile hält einige spezielle Herausforderungen bereit: Wie verhält sich das Design auf dem kleinstmöglichen und wie auf dem größtmöglichen Screen? Wie wird der Nutzer bestmöglich durch die App geführt? Unterstützt das Design die Usability des Produktes? Wie können mobile Konventionen und Corporate Design des Unternehmens zu einem UI-Design vereint werden, das sowohl eine großartige User Experience schafft als auch den typischen Look-and-Feel des Unternehmens repräsentiert? Zusätzlich zu diesen Fragen, gibt es immer wieder mobile UI-Trends, auf die in gewissem Maße reagiert werden sollte. Schließlich „wohnt“ Eure App in direkter Nachbarschaft zu durchschnittlich 20-30 anderen auf dem Smartphone Eurer Zielgruppe und ist somit direkter Vergleichbarkeit ausgesetzt. (Und ja, das gilt ebenfalls für B2B-Apps.)

7. Ist die bisherige Kommunikationsstrategie bereit für das digitale Zeitalter?

Es ist kein Geheimnis: Eine gute Kommunikationsstrategie ist das A und O, um langfristigen Unternehmenserfolg zu generieren. Auch für den Erfolg einer App ist eine gute Kommunikationsstrategie essentiell. Bei ca. 2.000.000 Apps im Apple App Store reicht es nicht, die App einfach in den Store zu stellen und darauf zu warten, dass sie gefunden wird. Die Kommunikation der App muss sich in die Gesamtstrategie des Unternehmens einfügen und trotzdem ihren eigenen Weg zu Eurer Zielgruppe und somit den potentiellen Nutzern finden. Stichworte wie „App Store Optimierung„, „Mobile Marketing“, „Content Marketing“, „Multichannel Marketing“, „Cross-Selling“ und viele weitere bilden die Grundlage für die mobile Kommunikationsstrategie. Auch hierbei ist es wieder wichtig, zu wissen, wo die Zielgruppe unterwegs ist, wie Ihr sie erreichen könnt und womit Ihr sie auf die App aufmerksam machen könnt.

8. Sind Testings und Iterationen bereits eingeplant?

So schnell wie eine App auf dem Smartphone installiert wird, so schnell kann sie auch wieder gelöscht werden. Genau genommen löschen 70% der Nutzer eine App nach nur einem Tag wieder. Vielgenutzte Apps verdanken ihren Erfolg unter anderem dem Mobile Testing. Automatisierte-, manuelle-, Usability Tests, Kundeninterviews – die Bandbreite der Maßnahmen ist vielfältig. Gerade Usability Tests sind unheimlich hilfreich, um zu überprüfen, ob die potentiellen Nutzer ihre Bedürfnisse mit Eurer App befriedigen können. Die Tests können und sollten dabei schon vor dem Release durchgeführt werden, denn das spart Zeit, Kosten und Nerven. Für eine erfolgreiche App, solltet Ihr bereit sein, auch mal zu scheitern, dann aber zu reflektieren, und zu optimieren.

9. Seid Ihr mit der Ressourcenplanung vertraut?

Ein wichtiger Teil der App-Entwicklung ist die Ressourcenplanung. Hat man sich im Vorfeld über die zentralen Fragen Gedanken gemacht, steht bei der Durchführung des Projektes nichts mehr im Wege. Neben den Ressourcen, die auf Partnerseite in die Konzeption, das Design und die Entwicklung der App fließen, müssen auch interne Ressourcen für diesen Prozess bereitgestellt werden. Stehen ausreichend Mitarbeiter für das Projekt zur Verfügung? Müssen zusätzliche Geräte für das Projekt angeschafft werden? Ist ausreichend Budget für das Projekt eingeplant? Passt die zeitliche Abstimmung im Team und sind die Zeitpläne für Euren Releaseplan realistisch?

Überzeugt?

Bevor Ihr den mobilen Markt erobern könnt, ist es also elementar, sich über diese unterschiedlichen Aspekte Gedanken zu machen. Gerne unterstützen wir Euch dabei. Wenn Ihr noch offene Fragen habt, bietet sich ein erster Mobiler Strategieworkshop an, um Potentiale und Chancen für Euer Unternehmen zu identifizieren. Und wenn Ihr schon eine gute Vorstellung davon habt, wie Eure mobile Strategie aussehen soll, unterstützen wir Euch auch gerne bei der Umsetzung. Unser Versprechen an unsere Kunden lautet immer: apps that users love.

Ruft uns doch einfach unter +49 721 754 072 39 an oder schickt uns eine Mail an hello@fluidmobile.de. Wir freuen uns auf Euch!

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