Das Ende der Google Chrome Apps

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2013 haben die Google Chrome Apps das Licht der Welt erblickt. Bereits seit 2016 wird (?) das Einstellen der Chrome Apps im Browser angekündigt. Wieso kommt es schonnach drei Jahren zum Aus der Google Chrome Applikationen? – Gibt es bessere Alternativen oder eine grundlegende geringe Nachfrage? Nun sind wir im Jahr 2020 angelangt und Chrome Apps sind immer noch im Web Store verfügbar. Damit soll jedoch bald Schluss sein, denn Google hat in seinem Blog das Ende der Chrome Apps öffentlich verkündet, mit einem genauen Zeitplan, in dem die am Leben haltenden Maschinen der Apps nach und nach ausgeschaltet werden. Was zeichnet Chrome Apps aus und warum konnten sie sich nur so kurz der Begeisterung von Nutzern erfreuen?

Was sind Chrome Apps?

Die Chrome Apps wurden 2013 ins Leben gerufen. Es handelt sich hierbei um Apps, die mit den typischen Programmiersprachen wie HTML5, JavaScript und CSS entwickelt werden können. Google Chrome Apps werden im Google Chrome-Webbrowser aufgeführt. Die Erweiterungen oder Anwendungen können dann im Chrome Webstore heruntergeladen und installiert werden. Die Chrome Apps können dabei in zwei Kategorien unterteilt werden: Packaged App oder Hosted App.

Packaged & Hosted Apps 

Die sogenannten “Packaged Apps” haben ein verblüffend ähnliches herausragendes Look & Feel, wie das der nutzerorientierten nativen Apps. Diese Apps laufen über Chrome und haben außerdem Zugriff auf die APIs (Anwendungsprogrammierschnittstelle) von Google Chrome. Die APIs ermöglichen es, dass Chrome Apps im Vergleich zu Web-Apps Systemfunktionen, wie z.B. Bluetooth, verwenden und mit der Hardware interagieren können. 

Die “Hosted Apps” stellen die originale Chrome App dar. Ihr Manifest beinhaltet die URL und weitere Informationen zur App. Im Vergleich zu den Packaged Apps funktionieren Hosted Apps in allen Web Browsern und nicht nur in Google Chrome. Allerdings können hier keine Ausführungen im Hintergrund gemacht werden.

Das Ende der Chrome Apps

2016 wurde bereits verkündet, dass die Chrome Apps nicht genügend genutzt werden, als dass der Store und die beinhalteten Apps weiterhin optimiert und mit neuen Funktionen ausgestattet werden sollten. Die PWAs (Progressive Web Apps) seien die Zukunft, in die man investieren sollte, weshalb der VP Product Manager, Rahul Roy-Chowdhury, die Entwickler dazu aufrief, Ihre bestehenden Chrome Apps auf Web Apps umzuziehen.

Nun steht das Enddatum fest – Juni 2022. Die damit einhergehenden Änderungen beginnen jedoch schon viel früher. Los geht’s bereits im März diesen Jahres. Ab dann werden keine neuen Chrome Apps in den Chrome Web Store mit aufgenommen. Updates der bestehenden Apps im Chrome Web Store können noch bis Juni 2022 vorgenommen werden. Nach und nach wird es von Google keine Unterstützung mehr für die Chrome Apps für die jeweiligen Betriebssysteme und ihren Anbindungen geben.

Ist Ihre App eine Chrome App und im Chrome Web Store verfügbar, sollten Sie Ihre App demnächst zu einer Web App umwandeln. Google unterstützt Sie mit einer kleinen Zusammenfassung an möglichen Alternativen, wie bspw. PWAs.  

Entscheiden Sie sich jedoch dazu, sich komplett von Web Apps zu verabschieden und die Richtung der nativen App-Entwicklung einzuschlagen, können Sie uns gerne unverbindlich kontaktieren. Wir unterstützen Sie dabei, eine herausragende native App zu entwickeln, die Ihre Nutzer lieben werden.