UX-Design und UI-Design

Schaffen Sie Bindung über Emotionen durch UX- und UI-Design

User Experience (UX) umfasst alle Erfahrungen und Empfindungen, die eine Person mit einem Produkt, einem Service oder einer Software hat. Die Gestaltung dieser User Experience ist ein interdisziplinärer Prozess mit Bestandteilen aus Strategie, Research, Design, Prototyping, Entwicklung, Analytics und vielem mehr. Das User Interface (UI) konzentriert sich dabei auf die Benutzerfreundlichkeit aus grafischer Sicht. Auch UI-Design ist interdisziplinär und besteht unter anderem aus Grafikdesign, UX, Branding und Front-End-Entwicklung.

Das Nutzererlebnis bestimmt, ob und wie lange Ihre Zielgruppe in Ihrer App verweilt und wie oft Sie in die App zurückkehrt. Damit ist UX der zentrale Erfolgsfaktor für Ihre App, weil es auf die unmittelbare Nutzung abzielt und darauf ob ein User Ihre App weiterempfiehlt oder nicht. Dies wiederum kann für Unternehmen zu gesteigertem Umsatz und Gewinn führen.

Erfolgsfaktoren für User Experience

Eines der größten Missverständnisse ist, dass es eine Entscheidung für oder gegen UX gibt. Irgendeine Erfahrung werden die Nutzer immer mit der Software machen. Die Frage ist, ob sie positiv oder negativ ist. Um sicherzustellen, dass Nutzer eine positive Erfahrung mit einem Produkt oder einer Anwendung erhalten, können bestimmte Strategien angewendet werden, um die UX zu gestalten.
So sollte eine Anwendung nicht nur effektiv und effizient zu bedienen sein (Usability), sondern auch einen Mehrwert schaffen und einen Nutzen für die Zielgruppe bieten (Utility). Die gesamte Anwendung sollte zudem nicht nur reibungslos funktionieren, sondern auch optisch ansprechend aufbereitet sein. Denn: Die User Experience geht einher mit der Erwartung, dass Erlebnisse einwandfrei funktionieren und der Benutzer Freude bei der Anwendung hat.
Eine gute User Experience hängt außerdem von technischen Aspekten ab – insbesondere vom User Interface. Ist eine Anwendung einfach und intuitiv zu bedienen, verbessert dies die User Experience.

Wie sich die User Experience messen lässt

Obwohl die User Experience äußerst subjektiv ist, kann sie gemessen und ausgewertet werden. So gibt es die Möglichkeit, die UX anhand der Selbstauskunft der User zu bewerten. Aber auch durch eine Analyse des Blickverhaltens lassen sich Schlüsse zur User Experience ziehen.
Welche Emotionen schaffen Nutzerbindung? Sie begeistern Ihre Nutzer, wenn die Bedienung einfach von der Hand geht, da sich die Nutzung der App sofort erschließt.

Beispielsweise haben Ihre User vor der Nutzung eine Anzeige gesehen und die Screenshots Ihrer App im App Store betrachtet. Während der ersten Nutzung führt ein Onboarding die Nutzer in die Funktionalitäten der App ein.

Danach schaffen Menü, Einstellungen und Funktionen einen flüssigen Workflow. Anschließend werden relevante Push-Notifications verschickt, welche Ihre User im richtigen Augenblick abholen. Durch diesen Prozess werden Erwartungen geschürt und erfüllt. Bedürfnisse wurden getriggert und befriedigt. So erreichen Sie eine hohe Nutzerbindung.

Holistisches UX-Design als Herangehensweise für Nutzerzufriedenheit

Holistisches UX-Design bedeutet einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen. Es werden alle Aspekte des Ökosystems, indem eine App verwendet wird, einbezogen. Dadurch ist das Design kontextabhängig. Dennoch berücksichtigt es auch die Ästhetik und allen voran die Nachhaltigkeit. Wichtig ist:

  • Beginnen Sie mit Fragen statt Antworten. Anstatt nach einem Briefing, das bereits Antworten diktiert, zu handeln, sollten Sie Fragen stellen, die das Problem in einen ganzheitlichen Kontext stellen.
  • Liefern Sie kein Minimum Viable Product. Trotz klarer und einfacher Funktionalität, müssen Sie mehr als die Konkurrenz anbieten. Die Erstellung eines Minimum Awesome Products ist hier der richtige Weg.
  • Betrachten Sie den gesamten Lebenszyklus der App.
  • Ganzheitlich bedeutet nachhaltig. Holistisches UX-Design mag ehrgeizig erscheinen aber es erfordert genau jene Kreativität, die sich in der Zukunft (mit minimalem Zusatzaufwand) auszahlt.

Die Unterschiede

User Interface-Design ist nicht gleich User Experience-Design

Was ist UX-Design? Was ist UI-Design?

User Experience-Design konzentriert sich auf die Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit Ihrer App. Ziel ist es, das Benutzererlebnis zu optimieren. Dabei stellt sich folgende Kernfrage: Welchen Mehrwert liefert die App Ihren Usern? Beim UI-Design dreht sich alles um die visuelle Darstellung. Die Konzentration liegt auf der Benutzerfreundlichkeit aus grafischer Sicht. Das UI-Design entscheidet wie Schaltflächen und Symbole aussehen und welche Farben und Schriften verwendet werden.

Die Überlappung von UX- und UI-Design

Obwohl User Experience und User Interface sich teilweise stark überschneiden, sind es doch unterschiedliche Disziplinen. Die Grundlage des UI-Design wird durch das UX-Design geschaffen. Dies ist vergleichbar mit dem Bau eines Hauses. Denn auch hier gilt: Bevor Sie etwas bauen, müssen Sie zuerst verstehen, was Sie bauen und warum Sie es bauen. Deshalb sollten Sie sich zunächst mit dem Design der User Experience befassen, bevor Sie sich Gedanken zum User Interface Design machen.

Das Zusammenspiel von UX- und UI-Design

UX und UI-Design beeinflussen sich gegenseitig. So kann zum Beispiel die Verwendung einer hellen Farbe beim UI-Design, die Aufmerksamkeit des Nutzers von dem gewünschten Pfad des UX-Designs ablenken. Hier hat die Gestaltung des User Interfaces einen negativen Einfluss auf die Benutzererfahrung. Sowohl UX- als auch UI-Design sollten nutzerzentriert angelegt sein. Ziel ist es, User auf die einfachste, schnellste und effizienteste Weise von A nach B zu bringen.

Die 5 wichtigsten
Faktoren großartiger
User Experience

Wir listen Ihnen nun unsere Erfolgsfaktoren auf, mit denen wir es schaffen, die User abzuholen und sie langfristig zu begeistern.

1. Setzen Sie auf bereits Bekanntes und Erlerntes

Bedienprinzipien und -elemente, die Ihre Nutzer bereits von anderen Apps bzw. dem jeweiligen Betriebssystem kennen, sollten in der Regel grundlegend beibehalten werden. So kann der User bereits Erlerntes sofort auf Ihre App anwenden und findet sich bereits bei der ersten Nutzung schnell zurecht. Es geht darum einen Mehrwert für den Nutzer zu schaffen und das beinhaltet, dass User schnell Erfolgserlebnisse mit Ihrer App haben.

2. Schaffen Sie echten Mehrwert

Es sollen nicht alle denkbaren Features in eine App “gequetscht” werden. Diesen Fehler machen leider viele App-Anbieter und schaffen so den so genannten Feature-Creep. Konzentrieren Sie sich auf die essentiellen Funktionen und Inhalte, die Ihre App interessant machen. Schaffen Sie keine negativen Erlebnisse durch einen sogenannte “App Container”, sondern schaffen Sie echten Mehrwert für App-Nutzer. Folgendes sollten Sie unbedingt beachten:

  • Überfordern Sie Ihre Nutzer nicht mit zu vielen Funktionen.
  • Gestalten Sie Ihre App spannend für Ihre User.
  • Ihre App sollte im Vergleich zu Ihrer Website einen mobilen Zusatznutzen bieten.
  • Beladen Sie Ihre App nicht mit mobile-unfreundlichen Inhalten.

3. Nutzen Sie gerätespezifische Funktionalitäten

Aktuelle Geräte wie das iPhone oder Android-Smartphones bieten „von Haus aus“ zahlreiche Extras. Diese sollten Sie zu Ihrem Vorteil nutzen und in Ihre eigene App integrieren. So sollte Ihre App die automatischen Lagebestimmung des iPhones nutzen und dem Nutzer die Wahl lassen, ob er das Gerät hochkant oder quer halten möchte. Die Bildschirminhalte Ihrer App sollten sich dementsprechend automatisch ausrichten. Zudem sollten diverse Multi-Touch-Gesten wie doppeltes Antippen („Double-Tap“) oder Vergrößern/Verkleinern mit zwei Fingern („Pinching“) genauso für das Bedienkonzept der App in Betracht gezogen werden wie die Möglichkeit, die Kamerafunktion innerhalb der App zu nutzen. Auch die Tatsache, dass heutige mobile Geräte nahezu permanent online sind und automatisch den Standort des Nutzers ermitteln können, sollte bei der App-Gestaltung berücksichtigt werden. Durch die sinnvolle Nutzung und Kombination der gerätespezifischen Funktionalitäten kann sich die App von anderen Apps abheben und dem Nutzer exklusive Vorteile bieten.

4. Dem Nutzer klares Feedback geben

Bei sämtlichen Interaktionen zwischen App und User, sollten User jederzeit eine direkte Rückmeldung darüber erhalten, was gerade passiert. Tappt der User beispielsweise eine Schaltfläche, sollte auch entsprechendes Feedback darüber gegeben werden, ob sie tatsächlich gedrückt wurde. Dies können Sie etwa durch farbliche Hervorhebung oder Positionsveränderung realisieren.

Gerade bei Geräten mit Touchscreen bietet es sich – zusätzlich zum visuellen Feedback – an, andere Sinne des Nutzers anzusprechen. Dies kann beispielsweise die Vibration nach dem Ausführen einer Aktion sein. Zudem sollte bei Ladevorgängen immer angezeigt werden, dass die App gerade im Hintergrund arbeitet. Dies ist speziell im mobilen Nutzungskontext wichtig ist, da hier je nach Aufenthaltsort nicht immer eine schnelle Datenverbindung gewährleistet ist.

5. Gute Sichtbarkeit bedeutet nicht gleich gute Bedienbarkeit

Das Smartphone benutzen Menschen gewöhnlich mit einem oder zwei (recht breiten) Fingern. Elemente wie Links oder Schaltflächen sind auf dem hochauflösenden Touch-Display gut lesbar aber nicht problemlos mit dem Finger zu treffen. Bei vielen Apps kommt es daher oft zu versehentlichen Aktionen. Dies resultiert wiederum und verständlicherweise in frustrierten Usern. Das sollte Ihnen nicht passieren. Die Lösung ist einfach: Keep it clear & setzen Sie auf Kontrast.

Keep it Clear

Einfaches und klares Design bedeutet, dass gewünschte Handlungen auch im mobilen Kontext problemlos funktionieren. So sollte beispielsweise ein Button auf einem mobilen Gerät auch deutlich als solcher gestaltet sein. Ein Eingabefeld muss als solches erkennbar sein. Schließlich interagieren Mobile User häufig von unterwegs.

Hohes Kontrastverhältnis

Da mobile Geräte häufig an Orten genutzt werden, an denen die Lichtverhältnisse nicht so gut sind, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die App ein hohes Kontrastverhältnis bietet. Dies bezieht sich auf Schrift, Bedienelemente, Grafiken und vieles mehr. Ansonsten kann der Nutzer die App, die zu Hause im Wohnzimmer wunderbar funktioniert, unterwegs im sonnigen Park nicht verwenden.

Checkliste für UX-Design und UI-Design

  • Binden Sie bereits Bekanntes / Erlerntes in Ihrem UX-Design und UI-Design ein?
  • Nutzen Sie gerätespezifische Funktionalitäten zu Ihrem Vorteil?
  • Nutzen Sie den Platz in Ihrer App für das Wesentliche?
  • Welchen echten Mehrwert liefert Ihre App im Vergleich zu Ihrer Homepage oder anderen Apps?
  • Verwenden Sie ein einfaches und klares UI-Design?
  • Bietet das UI-Design Ihrer App ein hohes Kontrastverhältnis?
  • Gibt Ihre App Ihren Nutzern immer klares Feedback?

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