Wie Sie mit Apps Geld verdienen

7 Strategien zur Monetarisierung von Apps

Mit Apps Geld verdienen – das ist die große Kunst, die von allen Publishern angestrebt wird. Schließlich wollen Sie mit Ihrer fundierten Digitalstrategie neue Geschäftsfelder erschließen und einen positiven ROI erzielen. Grundsätzlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um mit Ihrer App Geld zu verdienen. Neben den bekannten Varianten wie Freemium, In-App Käufe, Abonnements und werbefinanzierten Modellen gibt es noch die eine oder andere Insider-Variante und Out-of-the-Box Möglichkeit. Wir haben die 7 wichtigsten Arten der App-Monetarisierung für Sie aufbereitet.

1. Paid Apps als Monetari­sierungs­strategie

Um mit Ihrer App Geld zu verdienen ist das Naheliegendste, einen kostenpflichtigen Download der App anzubieten. Hierbei können Sie Ihre App in einem App Store oder unabhängig davon anbieten. Der Weg über einen App Store – in der Regel über den Google Play Store oder den Apple App Store – ist die gängigere Variante, da Sie Ihre Zielgruppe hier in der Regel eher antreffen. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass Ihre App die Anforderungen des jeweiligen Stores erfüllen und einen App Store Review Prozess durchlaufen muss. Dieser Prozess kann abhängig vom App Store bis zu 2 Wochen dauern – erst dann steht Ihre App zum Download zur Verfügung. Sobald Ihre App verfügbar ist, müssen Sie den Mehrwert Ihrer App hervorheben und kommunizieren.

Schließlich müssen Sie Ihrer Zielgruppe bewusst machen, dass Ihr Produkt besser als das (kostenlose) Produkt der Konkurrenz und damit das Geld wert ist.

Außerdem müssen Sie bedenken, dass sowohl der App Store von Apple als auch der von Google 30% Ihrer Umsätze als Gebühr einbehält. Dies ist nicht nur bei Paid Apps, sondern bei allen Varianten zur Monetarisierung Ihrer App, die über einen der beiden App Stores laufen, der Fall.

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2. Über Freemium-Angebote mit Ihrer App Geld verdienen

Bei einem Freemium-Modell teilt sich das Angebot in einen “freien” (kostenlosen) Bereich und einen “Premium” (Bezahl-)Bereich. Üblicherweise entspricht die Premium-Version der Vollversion der Applikation. Somit haben User die Möglichkeit sich kostenlos einen Eindruck über das Basisangebot einer App zu verschaffen. Erst mit dem Erwerb der Premium-Version wird der gesamte Leistungsumfang freigeschaltet und Sie verdienen Geld mit Ihrer App. Hierbei haben Sie mehrere Möglichkeiten die beiden Bereiche von Freemium-Angeboten zu trennen:

Eingeschränkte Funktionen. User der Gratis-Version von Spotify können die App beispielsweise nur im Shuffle-Modus verwenden. Einzelne Titel oder eine bestimmte Reihenfolge erhalten User nur gegen Bezahlung.

Eingeschränkter Inhalt. Bestimmte Inhalte wie Zeitungsartikel sind sogenannte Plus- oder Premium-Inhalte, die lediglich zahlenden Kunden zur Verfügung stehen. Dies ist zum Beispiel bei Spiegel Plus+ der Fall.

Werbefrei. Während in der kostenlosen Version Werbeinhalte platziert sind, bietet der Premium-Bereich eine Nutzung ohne Banner, Werbeclips, Anzeigen oder Ähnliches. Anwendung findet dieses Modell beispielsweise bei YouTube oder auch unserer eigenen App loreical.

3. Subscription

Bei dieser Herangehensweise verdienen Sie mit Ihrer App Geld über Abonnements. Die Nutzungsgebühren fallen dabei nach einer Woche, einem Monat oder einem Jahr an. Ein Vorteil des Modells ist unter anderem die Deckung der laufenden Support-Kosten, welche in der Software-Branche stets anfallen. Außerdem können Sie so die Weiterentwicklung Ihres digitalen Produktes sicherstellen und die Nutzer so langfristig begeistern. Ein weiterer Pluspunkt von Abonnements ist, dass sich die Abgaben an den jeweiligen App Store ab dem zweiten Jahr der Subscription von 30% auf 15% des Umsatzes verringern. Es lohnt sich also, wenn Sie Ihre Nutzer langfristig an sich binden.

4. App-Monetarisierung durch Mobile Ads 

Des Weiteren können Sie über Mobile Ads mit Ihrer App Geld verdienen. Mobile Ads gliedern sich in klassische above-the-line Werbung wie Banner und Werbevideos und in below-the-line Werbung wie Native Advertising. Bei Bannern und Videos erfolgt die Abwicklung meist automatisiert durch Programmatic Advertising. Die einzelnen Werbeplätze können Sie ohne Abschluss einzelner Vertragsbeziehungen und ohne die Durchführung individueller technischer Integrationen anbieten. Banner werden unter anderem in der App von Wetter Online verwendet und können ähnlich wie auf Webseiten verkauft werden. Darüber hinaus werden Werbevideos bei Mobile vor der Nutzung bestimmter Funktionen oder nach einer gewissen Nutzungszeit abgespielt. Achten Sie dabei darauf den Workflow Ihrer User nicht zu unterbrechen, sondern die Mobile Ad gff. erst nach Abschluss einer Interaktion einzublenden. Dementsprechend werden bei YouTube zielgruppenrelevante Werbeclips vor dem eigentlichen Videoinhalt eingebettet und ausgestrahlt.

Sponsored Content und Native Advertising sind tolle Möglichkeiten, um mit Apps Geld zu verdienen, ohne dass die User Experience durch klassische Werbung gestört wird.

Diese redaktionell bzw. In-App anmutenden Inhalte sind von Werbepartnern gesponsert. Sie untergliedern sich in folgende Varianten:

  • Infomercial. Ein Infomercial bietet einen informativen und augenscheinlich objektiven Rahmen, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bewerben. Bei Infomercials übernehmen werbungtreibende Unternehmen die Finanzierung des Inhalts.
  • Advertorial. Unter einem Advertorial versteht man eine Anzeige, die Informationen zur Nutzung eines Produktes oder Dienstes im Stil eines journalistischen Beitrags bereithält. Selbstverständlich wird auch diese Mobile Ad vom jeweiligen Anbieter des Produkts produziert oder in Auftrag gegeben.
  • Native Advertising. Anzeigen und Content, welche “echten” redaktionellen Inhalten so ähnlich sehen, dass diese nicht (sofort) als Werbung identifiziert werden können, werden als Native Advertising bezeichnet.
  • Native Interactive Brand Ads. Sie stellen die mobile App-Version von Native Advertising dar. Allerdings gehen Native Interactive Brand Ads noch einen Schritt weiter und fördern – wie es ihr Name bereits verspricht – die Interaktivität zwischen User und App. Ein gelungenes Beispiel liefern die Spiele-App “Draw Something” und Kaiser Permanente (Gesundheitsbranche). Diese Native Interactive Brand Ad fordert User dazu auf einen Apfel und eine Hantel zu zeichnen. Anschließend kann das mit einem App-Hinweis versehene Ergebnis in sozialen Netzwerken gepostet werden.

5. Über Paywalls mit Apps Geld verdienen

Des Weiteren können Sie die Paywall-Strategie nutzen, um mit Ihrer App Geld zu verdienen. Hinter diesem Begriff versteckt sich die Beschränkung des Zugangs auf User, die für die Nutzung der App bezahlt haben. Die Einrichtung einer kompletten Paywall ist besonders bei Hauptinhalten – wie es bei spiegel.de der Fall ist – sehr beliebt. Sobald ein User eine solche Paywall erreicht, kann er lediglich Überschriften oder die ersten Sätze des Inhalts lesen. Für den uneingeschränkten Zugriff benötigen User ein zahlungspflichtiges Abo oder einen Tagespass. Des Weiteren gibt es die Variante der Mengen-Paywall, um mit Ihrer App Geld zu verdienen. Bei dieser Monetarisierungsstrategie sind die ersten Inhalte oder der erste Zeitraum kostenlos. Ab einer gewissen Menge an Inhalten bzw. ab einer gewissen Zeit fallen Kosten für die Nutzung der App an.

6. Pay How much you want

Zusätzlich zu den bisher genannten Strategien gibt es das „pay how much you want“-Vorgehen, welches auch “Buy us a coffee”-Methodik genannt wird. Manche Anbieter verlangen keine fest definierten Preise für Ihre App. Sie bieten Usern die Möglichkeit selbst den Wert der App festzulegen. Allerdings legen Sie oft einen bestimmten Mindestbetrag fest. Die Kommunikation findet bei „pay how much you want“ auf einer persönlichen Ebene statt. Daher können Sie nette Sprüche wie „Kauf uns einen Kaffee für nur 2,50 Euro.“ anstelle einer festen Preisvorgabe verwenden. Mithilfe dieser Monetarisierungsstrategie mit persönlichem Touch erhöht sich die Zahlungsbereitschaft der User. Und erstaunlicherweise zahlen Nutzer so teilweise mehr als bei anderen Modellen.

7. In-App Käufe

In-App Käufe können nicht trennscharf von Premium-Inhalten unterschieden werden. Während bei In-App Käufen in der Regel gezielt einzelne Inhalte oder Funktionen erworben werden, zahlen User bei Freemium-Modellen für die Nutzung der Vollversion einer App. Beide Strategien eignen sich gleichermaßen gut, um mit Ihrer App Geld zu verdienen. Jedoch gibt es bei In-App Käufen noch einige ergänzende Aspekte:

Zusatzinhalte und Zusatzfunktionen. Der wohl häufigste Fall von In App Purchases betrifft den Erwerb von Zusatzfunktionen. Hierbei steht eine Basisversion der App zum kostenlosen Download zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Nutzung bestimmter Funktionen oder Inhalte kostenpflichtig in der App angeboten. Bei einer Fotobearbeitungs-App könnten beispielsweise verschiedene Tools wie Filter oder Rahmen als kostenpflichtige Zusatzfunktionen angeboten werden.

In-App Währung. Diese Gestaltung von In-App Käufen wird häufig in Apps mit spielerischem Charakter verwendet und ist daher eher ein Sonderfall. User können Münzen, Gold oder anderes “Spielgeld” – so genannte Consumeables – kaufen, um damit in der App Funktionen oder Items freizuschalten. Diese sind meist auch kostenlos zu erhalten – allerdings in geringen Mengen und verbunden mit einigem Aufwand wie zum Beispiel bei Duolingo. Nichtsdestotrotz sollten Sie beachten, dass Pay-to-Win verboten ist, um mit Apps Geld zu verdienen.

Checkliste für App-Monetarisierung

  • Wie monetarisieren Sie ihre App ohne, dass Freemium Nutzer eine schlechte Produkterfahrung haben?
  • Welche Features sind unabdingbar, welche Nice-To-Have?
  • Welches Ihrer Feature überzeugt zum Kauf des Abos bzw. der Vollversion?
  • Welche Werbepartnerschaften für Sponsored Content und native Advertising bieten sich an?
  • Wie viel sind Ihre User bereit zu zahlen?
  • Wie gehen Konkurrenz-Apps vor bzw. Was sind typische User gewohnt?

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