App Store Optimierung (ASO)

für bessere Sichtbarkeit und Präsenz in den App Stores

Erfolgreiche Apps sind Apps, die viel genutzt werden. Doch bevor Sie an der
Retention Ihrer App arbeiten, müssen potenzielle User Ihre App erst einmal
entdecken. Viele Apps scheitern an fehlender Sichtbarkeit oder einer schlechten Präsentation in den App Stores. App Store Optimierung (ASO) kümmert sich genau um diese Stellschrauben und bildet somit einen wichtigen Baustein für eine erfolgreich vom Markt angenommene App. Bei der App Store Optimierung spricht man ganz grundsätzlich von zwei Stellschrauben: Der Visibility Optimization und der Conversion Optimization.

Sichtbarkeit im Apple App Store
und Google Play Store

Die wichtigsten App Stores sind der Apple App Store und der Google Play Store. Mit einer Marktdurchdringung von 80,5% bei Android und 18,8% bei iOS (Juni 2018) decken diese beiden Betriebssysteme in Deutschland fast den kompletten mobilen Markt ab. Wenn Sie Ihre Nutzer also erreichen wollen, sollten Sie sich auf diese beiden Stores konzentrieren.

Warum ist eine Visibility Optimization in den App Stores notwendig?

Zusammen beherbergen die beiden App Stores über 5 Mio. Apps. Eine Menge potentieller Konkurrenz, denn für nahezu jeden Use Case gibt es bereits eine mobile Lösung. Aus diesem Grund ist Sichtbarkeit ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg Ihrer App. Legen Sie daher Wert auf die Visibility Optimierung, um potentielle User für Ihre App zu gewinnen. Grob unterteilen sich die Besucher der App Stores in Decider und Explorer. Während Decider auf der Suche nach einer expliziten App sind, lassen sich Explorer im App-Angebot treiben. Beide Gruppen haben unterschiedliche Informationsbedürfnisse. Beide gilt es anzusprechen. Beide gilt es zu überzeugen. Dies bedeutet, dass auch bei der Visibility Optimization die Conversion Optimization mit bedacht werden muss. Denn manche Besucher treffen ihre Download-Entscheidung für oder gegen eine App direkt aus den Suchergebnissen des App Stores heraus.

Relevante App Store Optimization-Parameter

ASO funktioniert ähnlich wie SEO über ein Zusammenspiel von Keyword-Dichte, Relevanz und Bekanntheit der App. Die App Store Präsenz besteht dabei aus unterschiedlichen Teilaspekten. Je nach App Store werden für das Ranking andere Aspekte indexiert und für die Darstellung in den Suchergebnissen
herangezogen. Sowohl der Apple App Store als auch der Google Play Store
berücksichtigen den App-Titel und den Sub-Titel. Außerdem werden im Play Store von Google alle Keywords des Beschreibungstextes beachtet, während hingegen im App Store von Apple lediglich die Keyword-Liste berücksichtigt wird. Wie in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) zahlen auch bei ASO indirekt sichtbare Faktoren ebenfalls auf das Ranking ein. Deshalb können beispielsweise Videos, die nicht indexiert werden, treibend für die Conversion sein und deshalb zu einem höheren Ranking führen.

Keyword-Optimierung innerhalb der ASO

Identifizieren Sie passende Keywords für sich. Hierzu gibt es verschieden Tools, die Ihnen helfen, relevante Keywords für die jeweilige Plattform zu finden.

Beachten Sie dabei, dass übergeordnete Suchbegriffe wie “Musik” zwar viel Traffic generieren aber auch eine Großzahl an verschiedenen Apps abdecken.

Die Chancen auf ein gutes Ranking sind bei diesen Schlüsselwörtern daher gering. Demnach sollten Sie – gerade bei geringem Budget – möglichst spezielle Keywords priorisieren, die streuungsarm und somit hochrelevant für die Suche Ihrer Zielgruppe sind. Um dies zu erreichen, müssen Sie herausfinden, bei welchen Suchbegriffen Ihre App gut rankt. Gibt es Keywords, die nur von wenigen Wettbewerben besetzt sind? Sie liefern einen geeigneten Ansatzpunkt, um sich zu differenzieren und sollten daher auch bei etwas geringerem Suchvolumen berücksichtigt werden. Außerdem können Sie bspw. verschiedene App-Titel A/B-Testings unterziehen, um die beste Variante zu identifizieren.

Search Ads als Möglichkeit neben organischer App Store Optimierung

Nach Google bietet nun auch der Apple App Store die Möglichkeit Search-Ads zu erstellen und sich im Ranking oberhalb der organischen Suchergebnisse zu platzieren. Dies funktioniert ähnlich wie bei Google AdWords, indem Sie Gebote mit gewissem Budget auf bestimmte Schlüsselbegriffe abgeben. Der derzeit Höchstbietende wird dann über den organischen Suchergebnissen als Anzeige aufgeführt.

Auch bei diesem Prozess gibt es einigen Optimierungsbedarf. Schließlich müssen für verschiedene Keyword-Gruppen einzelne Ad Groups recherchiert, priorisiert und ausgewertet werden. Hierzu zählen Spezifika je nach Land, Exact- und Broad-Search, Click-Through-Rate, traffic- und conversiontreibende Aspekte, Gebot-Install-Verhältnis einzelner Keywords und vieles mehr.

Conversion-Optimierung
durch die richtige
Präsentation auf der App Product Page

Besuchen Nutzer Ihre App Product Page, sollen sie von einer App-Installation überzeugt werden. Mit der Installation Ihrer App konvertiert ein Besucher zu einem User. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Aspekte der Conversion-Steigerung im Rahmen Ihrer App Store Optimization vor.

Das App-Icon

Ihr Icon sollte skalierbar sein, damit es sowohl auf einem kleinen Screen als auch auf einem großen Monitor funktioniert. Möglicherweise sind hierfür Unterarten Ihres Icons notwendig. Außerdem empfiehlt sich eine klare und simple Gestaltung Ihres Icons. Oftmals ist es eine schwere, aber notwendige Entscheidung, die App auf ein
simples Icon runterzubrechen. Dies spielt jedoch auf den Wiedererkennungswert des Icons ein. Hierbei sollte eine starke Verbindung zum Produkt bestehen. Daher bietet sich die Visualisierung des zentralen Features oder des Alleinstellungsmerkmals an.

Aussagekräftige Screenshots für den App Store

Die ersten 3-4 Screenshots der App Store Product Page gelten als wichtigste Conversion Treiber. Sie zeigen an, was Nutzer für ihren (kostenpflichtigen) Download bekommen. Verstehen die Besucher Ihrer Product Page nicht auf Anhieb, wie Ihre App funktioniert bzw. was sie bietet, wird vermutlich ein Konkurrent den Download ernten.

Auch hier sind Recherche, Priorisierung und Erfolgskontrolle durchzuführen. Erzählen Sie mit Ihren Screens eine Geschichte. Der erste Screenshot sollte Ihr Main-Asset herausstellen. Verknüpfen Sie Ihre Screenshots mit Headlines, um die Storyline Ihrer App bestmöglich rüberzubringen. Gleichzeitig gilt es auch hier die Einfachheit und Übersichtlichkeit der Screens zu bedenken. Also verschenken Sie nicht Ihre beste Möglichkeit zur Conversion.

App Store Videos als multimediale Conversion-Treiber

Seit kurzem bieten Videos in den App Stores eine multimediale Möglichkeit Ihre App vorzustellen. Besucher, die App Preview Videos (Apple) oder Play Store Videos (Google) ansehen, konvertieren eher zu Nutzern, weil sie eine bessere Vorstellung der App durch die medialen Reichhaltigkeit von Videos bekommen. Sie können Botschaften und Mehrwerte vermitteln, die in den Screenshots und der Beschreibung untergehen.

Berücksichtigen Sie die App-Beschreibung bei Ihrer App Store Optimierung

Die Beschreibung einer App im App Store teilt sich in die Top- oder Short-Description und alles was kommt, wenn ein User auf “Mehr” klickt. Die meisten Nutzer lesen lediglich die Top-Description. Deshalb sollten Sie hier in 1-2 Sätzen Value Proposition, Mehrwert und USP Ihrer App zusammenfassen. Wie bereits erläutert, dient die Beschreibung im Google Play Store außerdem als Keyword-Quelle. Besucher, die auf “Mehr” klicken, haben offenbar tiefergehendes Interesse. Daher können Sie hier auf Features und Verwendung eingehen.

Rating und Reviews in Ihrer App Store Optimierung

Erfahrungsberichte bisheriger User schaffen Vertrauen oder Skepsis gegenüber Ihrer App. Um sogenannten Social Proof im ASO zu verwenden, brauchen Sie positives öffentliches Feedback. Um dieses Feedback zu generieren, sollten Sie Ihre User nach einem gewissen Zeitraum um eine Bewertung bitten. Dieses Rating sollte mindestens 4 Sterne haben, um positiv auf Ihre Conversion einzuzahlen. Darüber hinaus können Sie auch um Reviews bitten, um konkrete Meinungen auf Ihrer Product Page zu platzieren.

Doch wie gehen Sie mit negativen Bewertungen um?

Für berechtigtes Feedback zu Kritikpunkten der App können Sie einen App-internen Feedback-Channel einrichten. So landet Kritik direkt beim Produktverantwortlichen und Ihnen steht ein geschlossener Kanal zum User offen. Außerdem sollten Sie unbedingt auf Reviews antworten. Nehmen Sie ggf. Verbesserungswünsche an und bauen Sie eine Beziehung zu Ihren Usern auf.

Checkliste für App Store Optimierung

  • Haben Sie alle ASO-Parameter im Blick und alle Optionen zur App Store Optimierung ausgeschöpft?
  • Bei welchen Keywords rankt Ihre App gut?
  • Sind Ihre Keywords relevant für Ihre App und wettbewerbsfähig?
  • Welche Keywords nutzen Wettbewerber? Nutzen Sie diese bei Ihrer Ad Kampagne?
  • Ist das Design Ihres Icons simpel und einprägsam?
  • Zeigen Ihre Screenshots, was den User in Ihrer App erwartet?
  • Nutzen Sie alle Möglichkeiten mit Ihren Nutzern im App Store zu kommunizieren?