Lieblingsapp im April: Flatastic

Das gemeinsame Leben in einer WG kann fantastisch sein! Lebenslange Freundschaften, nächtliches Philosophieren und natürlich Haus-Partys bereichern das universitäre Leben. Leider muss bei all dem Spaß trotzdem auch geputzt werden, Olivenöl darf nicht fehlen und die gemeinschaftlichen Ausgaben müssen verteilt werden! Hierbei hilft unsere Lieblingsapp des Monats April: flatastic. Ganz ohne Stift & Papier auf dem Mobiltelefon. Das hat man als ordentlicher Student ohnehin fast immer in der Hand.

Wie gefunden?

Als ich damals nach Karlsruhe gezogen bin, war ich überglücklich eine schöne WG gefunden zu haben. Gleichzeitig mit mir zog noch ein weiterer „Neuling“ ein, so dass sich die Wohngemeinschaft quasi neu konstellierte. Mein Mitbewohner schlug vor, das Organisatorische über eine App zu regeln, er habe da von flatastic gehört. Seitdem haben wir weder Stift noch Papier für die „Verwaltung“ genutzt.

Was macht flatastic?

Zusammengesetzt aus flat (engl. für Wohnung) und fantastic, bietet die App einen Putzplan, eine Einkaufsliste und eine Ausgabenverteilung (ähnlich wie Splitwise).

Bei den Finanzen werden die Ausgaben für die Allgemeinheit eingetragen und aufgeteilt. Kaufe ich Putzmittel für 4,00 €, trage ich das ein und meine drei Mitbewohner haben „Schulden“ von je 1€ bei mir. Das funktioniert natürlich auch andersherum.

Die Einkaufsliste bietet zwei große Vorteile gegenüber der älteren analogen Version. Fällt mir bei der Arbeit auf, dass die Milch leer ist, so trage ich dies in die Liste ein. Geht mein Mitbewohner am anderen Ende der Stadt einkaufen und schaut noch schnell in flatastic, so sieht er was fehlt. Bereits gekaufte Artikel bleiben grau in der Liste und besonders häufig gekaufte, wie z.B. Spülmittel, erscheinen weiter oben, so dass man diese zwangsläufig weniger vergisst.

Und nun zum Unangenehmsten – dem Putzplan. Hier werden ganz klassisch die Aufgaben mit Zeitraum vergeben. Das tolle ist, dass flatastic diese selbstständig rotiert, so dass jeder Raum, jede Woche von jemand anderem gereinigt wird. Es gibt sogar ein „High-Score“ Board. Nicht dass uns das motivieren würde, aber falls mal extra-Arbeit ansteht – wie das Flaschen wegbringen nach einer Party – kann man sich schön am „lowest Score“ orientieren. Und wenn ein Mitbewohner mal nicht zu Potte kommt, tappt man einfach die Klingel und er bekommt eine Push-Notification. Somit spart man sich auch das eine oder andere unangenehme Gespräch.

Was würde ich verbessern?

Zu Beginn gab es immer kleinere Bugs bei der Pinnwand. Diese fungiert als Gruppenchat. Man bekam aber z.T. keine Push-Notification, wenn jemand etwas schrieb. Deshalb haben wir diese Funktion ziemlich schnell in einen WhatsApp-Gruppenchat verlagert und sind seitdem nicht mehr gänzlich zurückgekehrt.

Was mir besonders gefällt?

… ist der Stil der App. Sie nimmt sich nicht so ernst und kommuniziert, z.B. in ihrem Werbespot, in einem studentischen Gestus. So kann man beim Spenden-Aufruf auch „bin selber pleite“ anklicken und sieht sich dann eine Werbeanzeige an. In der gleichen Tonalität erinnert einen die App auch, wenn unerwartet Feiertage anstehen. So bekam ich am Donnerstag vor Ostern eine Push-Notification, die mich ans Einkaufen und die Feiertage erinnerte, damit ich über das lange Wochenende nicht verhungere.

Das bringt mich zu einem weiteren Plus-Punkt: Die App ist kostenlos, sonst würde sie von der Hauptzielgruppe Studenten wohl auch nicht genutzt werden. Trotzdem versuchen sich die Entwickler über gelegentliche Spendenaufrufe zu finanzieren. Hierfür kann man als dankbare WG, wie ich finde, auch mal am Semesterende etwas zusammenlegen, oder ein paar Werbeclips angucken.

Für mich persönlich ist es auch spannend zu sehen, wer tatsächlich das Meiste einkauft oder putzt. Das kann von der eigenen Wahrnehmung oft abweichen. Mich motiviert es dann auch selber mal wieder die Notwendigkeiten für die Allgemeinheit zu besorgen.

Fazit

Alles in Allem ist die App wirklich sehr zu empfehlen. Sie hilft das WG-Leben besser zu organisieren und das kostenlos, da kann man über kleine Bugs hinwegsehen, die mittlerweile auch behoben sein könnten. Die wichtigsten Dinge wie Putzplan, Einkaufsliste und Ausgaben funktionieren einwandfrei – solange man sie auch erledigt. 😉

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