Mobile Trends 2017: Was ändert sich in der mobilen Welt?

Das Jahr 2017 hat jetzt schon sehr gute Chancen, neue Maßstäbe in der mobilen Welt zu setzen. Auch wenn es nur wenig neue, außergewöhnliche Innovationen geben wird, so können wir dennoch davon ausgehen, dass die bestehenden Technologien noch besser werden – und damit nicht nur die mobile Welt, sondern auch das Erlebnis Mobile maßgeblich verändern werden.

Was sind nun die Mobile Trends 2017?

In einer Umfrage mit vielen Experten-Statements hat mobilbranche.de vor wenigen Tagen schon einige Neuerungen genannt. Von Mobile Advertising über Mobile Payment bis hin zu Virtual und Augmented Reality, überall werden sich die Technologien verbessern und den Horizont für jedermann erweitern.

Wir haben daraufhin auch mal unseren Geschäftsführer Christoph Eberhardt gefragt, welche Mobile Trends seiner Meinung nach im neuen Jahr die größte Rolle spielen, und wovon nicht nur jeder einzelne, sondern auch ganze Unternehmen profitieren können.

Unser Geschäftsführer Christoph Eberhardt über Mobile Trends 2017

1. Wachsende digitale Medienvielfalt

„In meinen Augen ist die wachsende digitale Medienvielfalt der wohl größte Trend in der mobilen Branche und gleichzeitig der Grund für die meisten Veränderungen mobiler Technologien. Wer weiß heute schon, ob Apple oder ein anderer großer Player womöglich morgen um die Ecke kommt und eine der iPhone Revolution gleichkommende Veränderung der digitalen Welt anstößt. Schon heute birgt die Integration von Mobile in immer mehr Bereiche nahezu unendlich viele Möglichkeiten. So wird es immer mehr Kontaktpunkte für mobile Applikationen geben. Unternehmen müssen in Blick auf die rasant fortschreitende Digitalisierung darauf gefasst sein, dass Mobile immer relevanter wird. “

2. Conversational User Interfaces

„Wovon wir sicher ausgehen können ist, dass sich die User-Interfaces von mobilen Endgeräten verändern werden. In Zukunft reichen Wisch- oder Tap-Gesten nicht mehr aus. Das hat die letzten Jahre wunderbar funktioniert, doch die intelligente Sprachsteuerung ist stärker denn je auf dem Vormarsch und wird grafische User Interfaces nach und nach ergänzen und in manchen Bereichen gar verdrängen. Der Trend geht also zu Conversational User Interfaces, also zu Anwendungen, die sich über Sprache steuern lassen. Diese lösen die Probleme der Anwender eigenständig: Aufgaben, die sonst viel Zeit und Mühe kosten, können nun einem virtuellen Assistenten mitgeteilt und zu deren Erledigung aufgetragen werden.

Hier möchte ich noch einmal konkreter auf die Riege der Chatbots eingehen. Mir ist bewusst, dass Chatbots eines der Dinge sind, die in der mobilen Welt und vor allem dieses Jahr enorm an Bedeutung gewinnen. Die Technologien hierfür sind für viele Anwendungen endlich ausgereift genug, und der Markt sowie das Interesse dafür riesengroß. Überall lassen sich Chatbots integrieren. Dennoch begegne ich diesem Thema eher skeptisch. Wenn ich mir vorstelle, dass Chatbots eines Tages die menschlichen Supportmitarbeiter ersetzen sollen, kommt mir die Frage auf, wie effizient diese Assistenten an dieser Stelle wirklich sein können. Potentiell sparen sie Unternehmen zwar wertvolles Geld, können aber bedingt durch mangelnde Kompetenz ein großes Frustpotential bei Kunden auslösen. Gerade in diesem Bereich geht nichts über den persönlichen Kontakt, wenn man professionell auftreten möchte. Darum macht es zum Beispiel hier nicht ganz so viel Sinn, auf Chatbots zu setzen. Chatbots werden in Zukunft zwar immer besser und den Kosmos Mobile um ein Vielfaches erweitern, dennoch sind und bleiben sie eben nur eine künstliche „Intelligenz“ und keine menschliche – zumindest ist dies gerade noch nicht absehbar.“

3. Challenge nativ vs. webbasiert

„Ein Thema, mit dem ich mich als Geschäftsführer der fluidmobile GmbH häufiger konfrontiert sehen werde, ist die Challenge zwischen der Entwicklung webbasierter und der Entwicklung nativer Apps. Auch 2017 werden Web-Technologien die native Entwicklung herausfordern und ihr den Kampf ums Überleben ansagen, aber – da bin ich mir mehr als sicher – wieder mal scheitern. Die Nachfrage nach Apps ist ungebrochen: Allein am Neujahrstag 2017 wurden im App Store über 240 Millionen Dollar umgesetzt – das war ein neuer Tagesrekord. Diese Apps müssen natürlich auch entwickelt werden. Da stellt sich natürlich auch oft die Frage der Technologiewahl. Was den Aufwand und die Kosten angeht, kann nativ auf den ersten Blick nicht mit Web mithalten. Eine native App überzeugt hingegen nach wie vor mit Qualität und Performance. Daher ist diese Challenge auch dieses Jahr nur eine Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis.“

4. VR, AR und Mobile Payment

„Virtual und Augmented Reality sind aus der mobilen Welt auch nicht mehr wegzudenken. Beides sind wahnsinnig spannende Themen, die auch für die fluidmobile sehr interessant werden können. Aber ich denke, dass diese Dinge noch etwas Zeit brauchen. Auch bei Mobile Payment wird jedes Jahr aufs Neue gehofft, dass es endlich seinen großen Durchbruch feiert. Kontaktloses Bezahlen wird von den meisten Menschen noch nicht hundertprozentig akzeptiert, auch wenn das Thema Datenschutz dabei ernstgenommen und intensiv diskutiert wird. Das Problem liegt eher darin, dass es hierfür noch an Marketing und eine ausreichenden Marktdurchdringung fehlt. Mobile Payment muss dieses Jahr stärker beworben werden – dann wird sich diese Bezahlungsmethode auch endlich etablieren.“

Mobile wird 2017 noch relevanter

Wie uns die letzten Jahre gezeigt haben, werden noch lange nicht alle Mobile Trends so realisiert, wie sie zu Beginn des Jahres prognostiziert wurden. Schließlich ist nicht alles, was man theoretisch machen kann, auch wirklich immer sinnvoll. Dennoch sind wir gespannt, was das neue Jahr für uns und die mobile Welt bereithält. Eines wissen wir dabei jetzt schon sicher: Mobile wird in Zukunft immer relevanter und Mobile First ist dieses Jahr erst recht zum weltweiten Standard geworden.

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