Praktikumsbericht: Wie ist es eigentlich so als Praktikant in einem App Studio?

Zwischen Uni und Praxis liegen oft Welten. Umso gespannter war ich deshalb Anfang Februar auf mein Praktikum im Bereich Strategy & Communications bei der fluid. Das ist nun gut zwei Monate her und in dieser kurzen Zeit konnte ich bereits unheimlich wertvolle Erfahrungen in der Kommunikation einer Unternehmensmarke, dem Contentmarketing und auch dem Produktmanagement von mobilen Apps sammeln. In der fluidfamilie wird man herzlich aufgenommen und als Arbeitgeber ist die fluidmobile wirklich nicht zu toppen. Deshalb will ich Euch nicht vorenthalten, wie es so war als Praktikant bei der fluid – was ich gesehen, gelernt und geleistet habe.

Was habe ich mitgebracht?

Ich komme aus der Medienkommunikation. Hier werden die Bereiche Kommunikationswissenschaft, Informatik, Statistik und Psychologie bedient. Vor allem durch die KoWi hatte ich eine gute Grundlage für das Praktikum: Markenführung (fluidmarke), Personas und generelles Wissen zu PR & Social Media Marketing. Aber auch die Statistik-Vorlesungen haben sich gelohnt, denn ich konnte die Erhebungsmethoden beim Erstellen, Durchführen und Auswerten einer Umfrage für unsere Hörbuch-App tellly anwenden.

Vor dem Studium habe ich außerdem eine Ausbildung zum Gitarrenlehrer gemacht, was sich überraschenderweise auch als ein starkes Asset herausstellte, nämlich bei der Arbeit für Loreical … aber dazu später mehr.

Marc berichtet von seinem Praktikum im Bereich Strategy and Communications

Woran habe ich gearbeitet?

Grob gab es drei Bereiche, die ich unterstützt habe: Strategie, Content und Produktmanagement.

In der Strategie gab es verschiedene Bereiche: Grundlage ist wie bei jeder Strategie immer eine fundierte Recherche. In erster Linie habe ich Zahlen zur mobilen Nutzung validiert, damit diese in Kundengesprächen, Präsentationen usw. verwendet werden können. Außerdem habe ich Kira, unsere Kommunikationschefin, zugearbeitet, wenn sie als Speaker (z.B. auf der hallo.digital) oder zu Kundenpräsentationen unterwegs war. Sie stand mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, und hat mir oft mit Feedback und Tipps weitergeholfen! Ich durfte auch meinen Beitrag leisten, als die fluidwebseite evaluiert, das interne Markenkonzept geprüft und künftige Maßnahmen besprochen wurden.

Im Content habe ich Medien & Artikel gescannt, zusammengefasst und mich – vor allem am Anfang – in die Branche eingearbeitet. So habe ich mich mit Themen wie App Store Optimierung (ASO), User Experience (UX) und den Trends der Mobilbranche, wie etwa Machine Learning (ML), beschäftigt. Zum Content gehörte es auch, den Blog zu bespielen. Hierfür habe ich Blogbeiträge zu den genannten Trends, zu UX und zu weiteren Themen verfasst – aber auch andere fluids zu deren Lieblingsapps interviewt und diese dann vorgestellt.

Im Produktmanagement habe ich konkret an zwei Projekten mitgearbeitet: der Hörbuch-App tellly und der Harmonieanalyse-App Loreical. Für tellly habe ich eine Umfrage erstellt, durchgeführt und ausgewertet. Dabei musste ich kommunikative und technische Interessen, sowie Nutzerwünsche unter einen Hut bringen. Bei Loreical waren meine Aufgaben sehr umfangreich und sind noch lange nicht abgeschlossen, da die App erst kurz vor dem Launch steht. Unter anderem habe ich hier bei bei der Konkurrenzanalyse, der Persona-Entwicklung, dem Kommunikationskonzept, dem Onboarding mit Guided Tours und der ASO unterstützt. Durch meine musikalische Expertise war ich besonders daran beteiligt, dass User den Mehrwert der App verstehen und schätzen können.

Was habe ich dabei gelernt?

Ich hatte mir einen Realitätscheck meines Theoriewissens erhofft, und den habe ich bekommen.

Zuallererst habe ich natürlich eine Menge nützlicher Organisations-Tools kennegelernt – wie Trello, Slack und Toggl. Trotz meines marketingnahen Studiengangs hatte ich mich bisher nie mit Wordpress oder dem Facebook Ad Manager beschäftigt. Zum Glück konnte auch hier viel Erfahrung sammeln.

On-the-Job war es für mich super interessant, wie man Markenführung betreibt, wenn man selbst mit drin steckt. Typischerweise bekommt ja eine Agentur den Auftrag ein Produkt/eine Dienstleistung mit einem Branding und einer Positionierung zu versehen. Danach lässt man es sozusagen los und hofft, dass die Weichen richtig gestellt wurden. Sitzt man selbst in dem Boot, welches man positioniert, gestaltet sich die Sache anders und jede Stromschnelle muss selbst gemeistert werden.

Personas kannte ich aus dem Studium schon, doch ihre volle Kraft habe ich erst im täglichen Umgang mit ihnen gelernt. Auch diesen Beitrag schreibe ich mit einer bestimmten Persona im Hinterkopf und hoffe, ihr gerecht zu werden. Denn wie bei der UX geht es auch beim Content am Ende um einen speziellen Menschen, dessen Erwartungen und Bedürfnissen man gerecht werden muss.

Und zu guter Letzt habe unheimlich viel über Digitalisierung und die App-Branche gelernt. Wie denken Digitalmarketer, UI-Designer und App Developer? Was brauchen Unternehmen? Und vor allem: Was wünschen sich Nutzer? Die Branche ist unglaublich schnelllebig und wahre Trends zu erkennen ist unglaublich schwer. Das Interessanteste für mich war, wohin sich die Aufmerksamkeit der Menschen verschiebt, wo und wann sich die Generation Smartphone erreichen lässt und inwiefern das Nutzungsverhalten besonders ist.

Wie ist es in der fluidfamilie?

Kurzum: sehr schön! Die Atmosphäre ist wie das Office: großzügig und offen. Einmal pro Woche wird zusammen gekocht. Mittag gegessen wird nie alleine. Manchmal wird auch zusammen auf dem Balkon gegrillt oder gespielt – online Minecraft, offline Risiko.

Die fluid bietet als Arbeitgeber sehr viel. So gibt es eine wirklich sehr gute Kaffeemaschine mit super Bohnen. (das weiß ich durch meine Erfahrung aus früheren Stationen sehr zu schätzen) Zudem gibt es Erfrischungsgetränke wie Mate, Fritz-Cola, Bier usw. Bei unserem Oster-Brunch kam sogar Moritz, trotz unfallbedingter Beurlaubung, vorbei. Und der fluid-CEO Christoph stellte sich ganz selbstverständlich mit in die Küche und hat Waffeln gebraten. Auch wenn man die fluid ganz grob noch als „Start-Up“ bezeichnen könnte und dort natürlich einiges anders läuft als in großen Unternehmen, finde ich eine solche Kultur, die wirklich gelebt wird und nicht nur an der Wand prangt, nicht selbstverständlich, sondern absolut einzigartig und beispielhaft.

Zusammengefasst: Man geht nicht „zur Arbeit“ sondern ist Teil der fluidfamilie.

Mein persönliches Zwischenfazit

Zum Glück ist meine Zeit bei der fluidmobile noch nicht vorbei. Ende Juli geht mein Praktikum weiter und ich freue mich riesig. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und sowohl analytisch, als auch kreativ. Gleichzeitig hat man im mobilen Umfeld das Gefühl dem progressiven Teil der Gesellschaft beizuwohnen und als Teil der fluidfamilie macht der Alltag Spaß. Außerdem bin ich gespannt wie der Launch von Loreical laufen wird, nachdem ich sehr viel Zeit und Kraft darauf verwendet habe. Über das Sommersemester hinweg bin ich zudem als Werkstudent mit 8 Stunden pro Woche an Board und kann es kaum erwarten, in den Semesterferien zurückzukehren!

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