Bringt den Realm Browser on Device – dahin, wo er gehört.

Realm ist eine der besten Datenbanken, die es für Mobile gibt – da besteht für mich keine Frage! Die plattformübergreifende Nutzung macht Realm zu dem besten Tool, das ich in dem Bereich kenne. Den Realm Browser für den Mac liebe ich vor allem wegen seiner Übersichtlichkeit und der Möglichkeit, mehrere Datensätze gleichzeitig anzeigen zu lassen. So kann man über den Browser Fehler super schnell beheben. Trotz dieser ganzen Vorteile, habe ich mich bis vor einiger Zeit über folgendes Szenario immer wieder geärgert. Vielleicht kommt es auch Euch bekannt vor.

Fehlersuche über den Realm Browser für den Mac

0. Ihr testet gerade eine App und entdeckt dabei einen Bug.

1. Ihr könnt ausschließen, dass der Fehler im Code steckt.

2. Ihr exportiert die Realm-Datei über Email oder Slack (oder wie auch immer).

3. Ihr öffnet die Realm-Datei im Browser auf Eurem Mac.

4. Ihr überprüft die Daten und ändert oder löscht die fehlerhaften Daten.

5. Ihr schickt die Realm-Datei wieder zurück auf Euer mobiles Gerät.

6. Ihr nutzt die App und freut Euch (hoffentlich), dass der Fehler behoben wurde.

Das sind für mich auf jeden Fall einige Schritte zu viel: Schritt 2, 3 und 5 möchte ich mir eigentlich sparen. Nehmen wir an die Datenbank ist noch verschlüsselt, dann müsste ich sogar noch zwei weitere Schritte für Ent- und erneute Verschlüsselung einplanen. Obwohl die Übersichtlichkeit von Realm top ist, hat mich dieses Vorgehen immer enorm genervt.Realm Browser für den Mac

Gibt es da keinen besseren Weg?

Ohja, den gibt es. Nur kannte ich ihn lange Zeit nicht und ich fürchte, dass ihn immer noch viel zu wenige kennen. Der beste Debugging-Prozess ist es, den Datenbankbrowser direkt on Device zu bringen. Dafür gibt es den Realm Browser sowohl für iOS als auch für Android. (interesting fact: der Android Browser kommt von keinem geringeren als meinem fluid-Kollegen Jonas)

Implementiert haben wir den Browser unter iOS übrigens neben dem Flex-Tool (heißt das so, Moritz?) auf das Schütteln des Devices. Und das ganze funktioniert dann so.

Fehlersuche über den Realm Browser on Device (iOS)

0. Ihr testet gerade eine App und entdeckt dabei einen Bug.

1. Ihr könnt ausschließen, dass der Fehler im Code steckt.

2. Ihr schüttelt das iPhone.

3. Ihr könnt direkt auf die Datenbank zugreifen und die Daten überprüfen, ändern und löschen.

4. Ihr nutzt die App und freut Euch (hoffentlich), dass der Fehler behoben wurde.

Die Vorteile liegen, glaube ich, auf der Hand. Ihr könnt durch die Implementierung des Realm Browsers auf dem Device direkt auf die Datenbank zugreifen, Fehler finden und sie bearbeiten. Kein Export-/Zuschick-/Import-Stress mehr! Und vor allem auch keine Probleme mehr mit verschlüsselten Datenbanken. Da wir auf dem Gerät bleiben und der Key dort gespeichert ist, können wir die Datenbank direkt entschlüsseln.

Realm Browser für iOS

Der Realm Browser on Device bietet leider nicht die gleiche Übersicht wie die Desktop-Version

 

Braucht man den Realm Browser dann überhaupt noch auf dem Mac?

Die Erleichterung durch diese Implementierung ist wirklich ungemein. Natürlich gibt es aber auch Szenarien, in denen ich genauer hinschauen, mehrere Datensätze auf einmal betrachten und den Vorteil des großen Screens nutzen möchte. Und dann reicht mir der schnelle Zugriff über die mobile Version nicht. (Das zeigt der zweite Screenshot des iOS-Browsers ganz gut) Immer dann greife ich deshalb auf den Realm Browser auf dem Mac zurück – denn auch der ist großartig. Aber wenn ich schnell auf Fehlersuche gehen und vor allem nicht vom Phone auf den Rechner wechseln möchte, ist der Realm Browser on Device unschlagbar. Daher, sofern ihr das nicht eh schon macht: Bringt den Realm Browser on Device – da, wo er hingehört.

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