Wissenstransfer: Wer nicht fragt, bleibt dumm!

Jetzt mal ehrlich: Welches Unternehmen kann von sich behaupten, dass all seine Mitarbeiter über alles Bescheid wissen? Vermutlich die wenigsten. Auch wir haben gemerkt, dass mit zunehmender Größe die Kommunikation etwas gelenkt werden muss. Haben wir vor einem Jahr noch alle gemeinsam am Daily teilgenommen, gibt es jetzt unterschiedliche Projekt-Teams, die sich untereinander abstimmen und so viele Projekt-Details, dass nicht mehr jeder alles wissen kann.

Das ist im Tagesgeschäft auch völlig normal und nicht einmal schlimm, allerdings wird es dann zum Problem, wenn fachlicher Austausch auf der Strecke bleibt. Und dass eine „Kommunikationsuschi“, ein „Designfutzi“ und ein „Programmierheini“ nicht alle einen vollkommen identischen Wissenstand haben, ist offensichtlich. Um aber gar nicht erst in eine Situation zu kommen, in der das ein Problem darstellen könnte, haben wir letzte Woche unsere neue Veranstaltungsreihe „frag fluid!“ gestartet.

Die Sesamstraße macht es vor, wir machen es nach!

Ernie, Bert und Co. haben es uns in der Sesamstraße schon in Kindertagen vorgemacht: Frag nach, wenn Du etwas nicht weißt! Dieses Prinzip haben wir für unser „frag fluid!“ übernommen – und ein wenig an uns angepasst. Wir möchten, dass individuelle Fragen in großer Runde mit all unseren Mitarbeitern beantwortet werden. Natürlich nicht solche Fragen, die schnell beantwortet werden müssen oder einfach unsere Mittagessenplanung betreffen, aber Fragen aus und an unsere unterschiedlichen Fachbereiche. Das Ziel: ein regelmäßiger Wissenstransfer zwischen allen Mitarbeitern und Bereichen.

Aufkommende Fragen können jederzeit für jeden sichtbar an einem Whiteboard gestellt werden. Einmal im Monat dürfen sich dann bis zu drei Leute jeweils eine Frage aussuchen, die sie beantworten möchten. Um einen möglichst hohen Mehrwert für alle zu bieten, werden Fragen in Form von kurzen Präsentationen beantwortet. Das Motto hierbei: Spannung statt Schnarchen. Oder in anderen Worten: Viel Inhalt, aber wenig Text. Die Präsentationen sollen so aufbereitet sein, dass die Frage so genau und trotzdem so verständlich wie möglich beantwortet werden.

Dummheit ist glauben, genug zu wissen.

Auch wenn Fragen wie „Was ist ein View?“, „Wie werden Schriftarten gemacht?“ oder auch „Wie finde ich einen guten Produktnamen?“ auf den ersten Blick nicht allzu kompliziert wirken, sind es oft die Kleinigkeiten, an denen ein gemeinsames Verständnis für die Arbeit scheitern kann. Man muss nicht jeden Aspekt im Detail verstehen, aber es ist unabdingbar, die Grundlagen der verschiedenen Arbeitsbereiche zu kennen, um ein gemeinsames Projekt erfolgreich zu machen.

Und damit wir nicht nur intern von diesem Wissenstransfer profitieren, werden wir ausgewählte Fragen, auf dem Blog aufbereiten und so auch Euch zur Verfügung stellen. Denn tausend tolle Sachen, die gibt es überall zu sehen.

Konfuzius soll einmal gesagt haben: „Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen. Dummheit ist glauben, genug zu wissen.“ Das möchten wir uns noch viel mehr zu Herzen nehmen. Darum heißt es bei uns jetzt einmal im Monat: Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!

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